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Der FC hatte am Vorabend wieder verloren und auch der TTC sollte nicht mit den besten Vorzeichen Richtung Jülich aufbrechen. Die Gründe dafür waren die kaum messbaren Trainingsleistungen der meisten und das Wissen auf einen sehr starken Gegner zu treffen. Dazu kam noch, dass wir im  Gegensatz zu Merkel, Hollande und Co schon lange wussten, dass es auch ohne den Griechen gehen muss. Alle waren unter  in Anspruchnahme der akademischen Viertelstunde  pünktlich am Treffpunkt erschienen. Auf jeden Fall erwähnenswert.

 

Diie Safety-Car-Phase in der wir uns zwei Spieltage befunden hatten, war nun ausgelaufen und das Rennen konnte nun endlich starten. Und wo hätte der Auftakt besser steigen können als in Brauweiler? Dort wo wir in der letzten Aufstiegssaison nach klarer Führung  noch unser persönliches Waterloo erlebt hatten.

 

Nach der guten Leistung gegen Brauweiler, sollte uns an diesem Samstag eine ähnliche Kragenweite gegenüberstehen. Guter Dinge konnte man sein, denn Mödrath hat im oberen Paarkreuz keinen solchen „Riesen“, dem unsere Jungs zu klaren Siegen gratulieren hätte müssen. Vor dem Spiel hätte ich unsere Chancen daher so auf ein gesundes 50/50 geschätzt. Dann aber kam es wieder anders. Dem Griechen war entfallen, dass er auf einer anderen Hochzeit Sirtaki tanzen sollte und Sven plagte sich mit ner Grippe. Diese Hiobsbotschaften trudelten so am Donnerstagabend  bzw.  Samstagmittag  ein. Ein Traum…

 

Mit dem guten Gefühl der letzten Siege fuhren wir nach langer Pause nach Brühl.  Tja, und diese Pause war dann wohl doch ein wenig zu lang ausgefallen, denn richtig gezündet hat es bei uns den ganzen Abend nicht. Das Feuer brannte hingegen an den beiden Nachbartischen, wo sich die Brühler Erstvertretung mit Porz ein heißes Match mit erstaunlichem Ausgang lieferte.

 

Unser erstes Heimspiel mit neuem Licht  stand an. Na klar, es ist immer noch nicht perfekt, aber man sieht schon deutlich besser, finde ich. Finden zwar nicht alle, aber für die Kreuzauer zum Beispiel, war es auch ok. Zumindest wollten sie es sich mal in Bestbesetzung aus der Nähe anschauen. Gut, Porschen fehlte, aber mit bisher 0 Einsätzen zählen Phantome ja nicht zur Sollspielstärke. Ihn brauchte Kreuzau auch nicht, um uns am diesem Abend zu bezwingen.

 

Elsdorf ist wirklich eine gute Adresse für uns. Das hat sich gestern Abend nochmals bestätigt. Während wir die Hälfte der Strecke stop and go auf der Aachener Str. verbrachten, sinnierten wir über den möglichen Spielverlauf. Eigentlich rechneten wir alle mit einem sehr knappen Ausgang. Der Gastgeber hatte sich nach unserem letzten Aufeinandertreffen im Mai bei den Aufstiegsspielen ein komplett neues oberes Paarkreuz gegönnt. Als wir endlich um sechs Uhr eintrafen, klärte sich schnell, dass sie dieses obere Paarkreuz auch einsetzen würden. Wenn nicht gegen uns, gegen wen denn dann? Elfter gegen Zehnter. Die letzten vier steigen ab. Wenig Raum für taktische Spielerei.

 

1:9 gegen Brand, also Aachen, also die, deren Fußballclub nun pleite ist. Fast so wie unserer. Die mit dem Dom. Ok, fast so wie unserer. Aber leider die mit den neun Punkten. Wir hatten die nur pro Satz. Wenn überhaupt. Bisher konnte mir noch keiner erklären, woran es gelegen hat. Klar, die Halle war eiskalt. Wir haben aber November und Aachen sollte in der gleichen Klimazone wie Köln liegen. Dass Felix nicht mitgespielt hat, kann es auch nicht gewesen sein, da bei Brand die Nr. 1 gefehlt hat. Und so die Chancen eigentlich hätten bei 50/50 liegen sollen. Auch wegen der Tabellensituation.

 

Gegen Langenfeld hatten wir uns im Vorfeld der Partie wenig ausgerechnet. Man kennt sich ja aus den vergangenen Jahren, in denen es zu unzähligen, fairen und meist auch spannenden Partien kam. Beide Mannschaften sind zusammen in die VL aufgestiegen. Mit Steven haben wir nun einen in unseren Reihen, der letzte Saison noch im Langenfelder Trikot dafür gesorgt hatte, dass wir in die Relegation mussten. Aber nach der erfolgreichen Zusammenführung der Familie Rups war dann realistisch betrachtet trotzdem noch weniger zu erwarten. Für uns war es zunächst mal wichtig, wie wir uns nach dem Abschuss in Aachen präsentieren würden.

 

Von Eilendorf wussten wir im Grunde nur, dass sie mit Ben Lee einen ehemaligen FCler verpflichtet hatten,in der Tabelle 4 Punkte hinter uns lagen und dieser Ort irgendwo in, neben oder um Aachen herum liegen sollte. Bei dem Wetter sicher keine schöne Anreise. Im Gegensatz zu uns schafften sie  es aber in Bestbesetzung anzutreten. Wir hingegen mussten ohne Ante auskommen, der grippegeschwächt leider passen musste. Das ließ unsere leichte Favoritenrolle, die wir aus der Tabellensituation ableiteten, ordentlich zusammen schmilzen. Immerhin hatten wir mit Markus einen Ersatzmann, der unser Sextett nicht nur nummerisch vervollständigte, sondern auch punkten kann und das auch sollte.

 

Nachdem die letzten Töne von „last christmas“ endgültig verklungen sind, und man  Zeit hatte, sich mit dem zu beschäftigen was sonst noch im Leben los ist,  kommen jetzt wieder die verplanten Samstage, an denen man sich auch nach über zwei Jahrzehnten im Karussell immer noch fragt: Wieso eigentlich? Wann hört das auf? Was sind die Alternativen, außer der Sportschau meine ich. Klar, wir alle würden gerne weniger spielen, aber das geht gerade nicht, weil alle da sein müssen, um unsere Chancen zu wahren. Es hängt alles am seidenen Faden bei uns, aber immerhin ist es Seide…

 

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